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Bodenbedingungen

Bei der Freilandpflanzung sollte der Orchideenstandort mit großer Sorgfalt ausgewählt werden. Das vorhandene Erdreich muß frei von Rhizomunkräutern sein, die in schnelle Licht- und Nährstoffkonkurrenz mit den Orchideen treten können. Das Pflanzloch sollte bei Einzelpflanzungen ein Größe von 20 x 20 cm haben und etwa 30 cm tief ausgehoben werden. Bei Gruppenpflanzungen von 3 bis 5 Knollen beträgt die Größe ca. 40 x 40 cm, die Tiefe bleibt konstant. Für Orchideen mit Rhizomen, wie beispielsweise Frauenschuh und Stendelwurz, muß die Pflanzfläche 30 x 30 cm ausgehoben werden. An verdichteten Standorten muß durch eine Drainschicht für guten Wasserabzug gesorgt werden.Diese Drainschicht kann aus Kies der Korngröße 16/32 mm, Kalk- oder Urgesteinsschotter, je nach Kalkverträglichkeit der verwendeten Orchideenart, etwa 5 bis 8 cm mächtig aufgebracht werden. Das vorhandene Erdreich wird anschließend mit einem durchlässigen, mineralischen Material im Mischungsverhältnis 1:1 vermengt. Hier eignen sich Bimskies, Seramis. Lecadan, Blähschiefer und Blähton. Auch Sand kann eingemischt werden. Kalkliebende Arten können zusätzlich mit Kalksteinsplitt versorgt werden. Pflanzsubstrate für Arten mit eher sauren Substratansprüchen versorgt man mit Quarzsand und Quarzsplitt. Grobes organisches Material mit langsamer Zersetzung und Mineralisierung wie etwa Buchenlaub oder Kiefernnadeln kann auf der Erdoberfläche etwa 2 bis 3 cm mächtig aufgetragen werden und bildet so einen wirkungsvollen Verdunstungsschutz. Grundlage einer erfolgreichen Kultur der Erdorchideen ist die Belüftung des Pflanzsubstrats. Schwachwüchsige Gehölze und Stauden als Begleitflora durchwurzeln den Orchideenstandort und sorgen außerdem für ein stabiles Kleinklima. Organischer Dünger und frischer Kompost sind dafür verantwortlich, daß Orchideen im Substrat am Gartenstandort nicht ansiedelbar sind. 

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Pflanzhinweise

Die Pflanztiefe beträgt bei Knollenorchideen etwa 4-6 cm Tiefe, im Regelfall wird der Knollendurchmesser als ideale Pflanztiefe angenommen. Ist bei der Pflanzung schon die Blattrosette oder der Sproß ausgetrieben, so wird der Wurzelhals zum Schutz gegen Fäulnis mit Bimskies, Grobschotter oder Lecadan eingefüttert. Rhizomorchideen werden 3-5 cm tief gepflanzt, die Wurzeln müssen unbedingt nach allen Seiten im Pflanzloch ausgelegt und dürfen auf keinen Fall geknickt werden. Faule, dunkelfarbige Wurzeln und Sproßteile werden mit einem scharfen Schnitt entfernt, die Schnittstelle sollte zur Vorbeugung gegen Fäulnis mit feinem Holzkohlepuder intensiv bedeckt werden. 

Nach der Pflanzung

Nach der Pflanzung wird intensiv angegossen. Etwa 1,5 bis 2 Jahre nach der Pflanzung sind die Orchideen erfahrungsgemäß im Garten "eingewachsen". 

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Pflanzen für Tröge und Schalen 

Natürlich können die meisten Arten ganzjährig in Töpfen, Containern, Schalen, Trögen, Kübeln und anderen Gefäßen kultiviert werden. Die Topf- und Containerkultur eignet sich hervorragend für die nicht winterharten Erdorchideenarten. 

Sie können im Winterhalbjahr je nach Vegetationszyklus im Alpinhaus, Wintergarten oder frostfreien Lagerstätten aufgestellt werden und ab Mai am vorgesehenen Gartenstandort eingesenkt werden. Mediterrane Gattungen und Arten bleiben in der Regel ganzjährig im Wintergarten, Alpinhaus oder frostfreien Frühbeetkasten. 

Siehe auch: 

Pflanzen für Tröge und Schalen - sonnige Standorte 

Pflanzen für Tröge und Schalen - schattige Orte 

Düngung

Einige Kultivateure düngen ihre Erdorchideen regelmäßig mit schwach konzentrierten Flüssigdüngern. Hier haben sich die Dünger Wuxal und Kamasol bewährt. Je nach Vegetationsrhythmus beginnt die Düngergabe im Garten ab Mitte Mai und endet Anfang August. 0,015%ige Konzentrationen sollten nach unserer Erfahrung nicht überschritten werden. Winterblüher und Arten, die im Vorfrühling blühen, düngt man im Abstand von 3-4 Wochen ab Ende Oktober bis zur Öffnung der ersten Knospe. 

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Gesundheit

 

ACHTUNG! Niemals in die Blattrosette gießen - die Pflanzen faulen nach kurzer Zeit. Blattläuse und Weichhautmilben gehören besonders im Winterhalbjahr im Alpinhaus, Wintergarten und frostfreien Frühbeetkasten zu den häufig auftretenden Schädlingen. Spritzungen mit Neudosan und Spruzit schaffen hier Abhilfe. Nacktschnecken müssen im Garten und Gewächshaus wirksam bekämpft werden, gehören sie doch zu den Hauptverursachern von Fraßschäden an Sproß, Blatt und Blüte. Selbst vor Rhizomen, Knollen und Wurzeln machen sie nicht halt. Ein weiteres Problem stellen Asseln und Fettwürmer dar. Auch sie sollten im Orchideenbestand dezimiert werden. 

Winterschutz

Im Herbst kann durch Abdeckung mit Kiefern- oder Tannenreisig ein wirksamer Winterschutz der Pflanzung im ersten Jahr erzielt werden. Die Abdeckung schützt vor Austrocknung und Wintersonne. Durch Überbau mit einer Folie wird regelmäßig Feuchtigkeit abgeleitet. Die Abdeckung sollte zeltartig erstellt werden und muß gut belüftbar sein. Faulende und weiche organische Teile von Begleitarten oder größere Mengen angewehten Falllaubes müssen sorgfältig entfernt werden, um Schadpilzinfektionen des Standortes zu vermeiden.

 

Zeichenerklärung

Blütezeit

IV-V   = Blütezeit von April bis Mai

 

Bodenanspruch

K       =Kalk

S       =Sauer

BV     =Bodenvag; sowohl leicht sauer wie auch leicht basisch

 

Standortanspruch

SO     =sonniger Standort

HS     =halbschattiger Standort und Wechselschatten

SCH   =vorwiegend Dauerschatten

 

Pflanzenqualität

BF      =Pflanze, bei der in der nächsten oder übernächsten Vegetationsperiode mit Blütenansatz gerechnet werden kann.

JPF    =Jungpflanze, die je nach Kulturführung in zwei Jahren zur Blüte kommen kann 

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